25.10.2006
Überraschung am Rande der Boule-Freizeit durch Hans-Peter Briegel
"Kommt alle her, do esch de Hans-Peter Briegel!"
Als ein Mitglied der arbeitsbegleitenden Maßnahme "Wir spielen Boule und schauen
uns in den Dörfern um" auf dem Trainingsgelände der SV Victoria Herxheim das
Pfälzer Fußball-Idol Hans-Peter Briegel entdeckte, gab es kein Halten mehr. Der
Aufforderung "Kommt alle her, do esch de Hans-Peter Briegel!" sind alle
Teilnehmer der Boulefreizeit unverzüglich gefolgt.
Nach eifrigem Winken der Mitarbeiter mit Behinderung wurde die Gruppe von
Hans-Peter Briegel entdeckt. Dieser übertrug sofort seinem Assistenten die
Trainingsarbeit mit der Nationalmannschaft von Bahrein, um die Bouler zu
begrüßen.
Schon nach kurzer Zeit und der Frage "Wo kommt ihr denn her?" war das "Eis" bei
allen Teilnehmern gebrochen. "Aus der Südpfalzwerkstatt in Offenbach, natürlich
kenne ich die, meine Familie wohnt ja nicht weit von euch, in Sondernheim! Und
was macht ihr hier?" "Boule spiele mer, und Du?"
Hans-Peter Briegel erzählte über seinen Job als Trainer der Nationalmannschaft
von Bahrein und das derzeitige Trainingslager in der Südpfalz. Die Bouler
erfuhren, dass 23 Spieler zur Reise nach Europa angetreten sind und die
Mannschaft in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Deutschland nur ganz
knapp an Trinidad & Tobago gescheitertet war. "Die junge Mannschaft ist in der
Abwehr sehr zuverlässig, allerdings fehlt ihr im Angriff noch die
Durchschlagskraft" so die "Walz aus de Palz" auf die Frage von Betreuer Erwin
Welsch zur Leistungsstärke seiner jungen Elf aus dem Königreich Bahrein.
Die spontane Bereitschaft, sich den winkenden Mitarbeitern mit Behinderung
zuzuwenden, die interessierte Nachfrage, die Bereitwilligkeit, alle Fragen
geduldig zu beantworten, die Art und Weise, wie er einfühlsam die persönliche
Situation der MmB abfragte, zeigt, Hans Peter Briegel war nicht nur ein ganz
Großer auf dem Fußballplatz, sondern ist auch außerhalb des Spielfeldes eine
grandiose Persönlichkeit. Für Hans-Peter Briegel standen während des Gesprächs
nur die Mitarbeiter mit Behinderung im Mittelpunkt.
Bei der Nachbesprechung der Freizeit erhält jeder Teilnehmer ein Foto von der
arbeitsbegleitenden Maßnahme. Es gab einen einhelligen Wunsch - das Bild mit
Hans-Peter Briegel.

Hans-Peter Briegel mit Jens Weber, Marion Müller, Marco Müller, Frank Krämer und
Kurt Bormann im Rollstuhl. (v.l.)
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