22.09.2005


Special Olympics Sportfest 2005
der Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz/Region Süd in Herxheim

Der Eid von Special Olympics:
"Lass mich gewinnen. Aber wenn ich nicht gewinnen kann, so lass mich mutig mein Bestes geben."


Sportfest 2005 in Herxheim
Das Sportfest 2005 wurde Beteiligung von 15 WfbM's und mit mehr als 260 Sportlerinnen und Sportlern in Zusammenarbeit mit "Special Olympics Rheinland-Pfalz" durchgeführt. Die Wettkämpfe wurden aufgeteilt in folgende Disziplinen: 50 m Lauf, 400 m Lauf, Weitsprung, Ballweitwurf, Rollstuhlparcours, Rollstuhlsprint. Zusätzlich wurde eine wettkampffreie Geschicklichkeits-Disziplin angeboten. Diese war vorrangig gedacht für schwer und schwerst behinderte Teilnehmer, die den Wettbewerb entweder nicht verstehen oder nicht ausreichend beherrschen.


Ehrengäste
Um der Veranstaltung den passenden Rahmen zu verleihen wurden einige Ehrengäste eingeladen. So hat Frau Landrätin Theresia Riedmaier die Schirmherrschaft übernommen und die Eröffnungsrede gehalten. Herr Elmar Weiller, Bürgermeister der Verbands- und Ortsgemeinde Herxheim, richtete die Grußworte an die Teilnehmer. Auch Herr Rainer Strunk, 1. Kreisbeigeordneter des Kreises Germersheim und Mitglied des Verwaltungsrates der Südpfalzwerkstatt war anwesend. Ein weiterer Ehrengast war die amtierende Weltmeisterin im 800 m Lauf in der Klasse W35 - Frau Simone Brück die sich freute, in Ihrer Heimatstadt Herxheim den 400 m Lauf beim Special Olympics Sportfest sowohl zu starten als auch die Siegerehrung durchzuführen.


Special Olympics
Das Special Olympics Konzept ermöglicht Sportlerinnen und Sportler aller Leistungsstufen faire und spannende Wettbewerbe. Es gibt keine Ausscheidungswettkämpfe, sondern Wettbewerbe in verschiedenen Leistungsgruppen. Special Olympics ist die größte weltweite Organisation, die sich um die sportlichen Aktivitäten von Menschen mit Behinderung kümmert und seit 1991 als gemeinnütziger Verein in Deutschland aktiv ist. Obwohl der Sieg als Maß für die Leistung wichtig ist, liegt der wahre Geist von Special Olympics im "dabei sein".


Warum Sportfest der Werkstätten für behinderte Menschen? (Historie)
Bereits 1977 fand in Rheinland-Pfalz Region Süd das erste Sportfest für erwachsene Menschen mit Behinderung statt. Die Teilnehmer, Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen, konnten dabei Ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Diese sportlichen Begegnungen wurden von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen ins Leben gerufen. Seither ist jedes Jahr eine andere Werkstatt für behinderte Menschen (nachfolgend WfbM) für die Ausrichtung federführend verantwortlich. Die erste Veranstaltung von 1977 wurde bereits von der Südpfalzwerkstatt in Offenbach ausgerichtet. Danach wurden im Jahre 1986 und 1996 durch das Team der Südpfalzwerkstatt auf der Sportanlage in Herxheim weitere Sportfeste organisiert.


Helfer und Sponsoren
Als Helfer standen der Südpfalzwerkstatt Schüler vom Pamina Schulzentrum Herxheim und Studenten von der Sport- und Gymnastikschule Karlsruhe zur Seite. Neben den zahlreichen fleißigen Händen gilt unser Dank auch den großzügigen Sponsoren ohne die eine solche Veranstaltung schwer umsetzbar gewesen wäre. Im Speziellen möchten wir der Firma apetito danken, die durch die Spende des Mittagessens für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgte. Ebenso ein herzliches Dankeschön an die Sparkasse Südliche Weinstraße in Landau, die für alle Starter eine Alu-Trinkflasche zur Verfügung stellte.


Fazit
Im Mittelpunkt steht nicht die Behinderung, sondern der Mensch und die Freude am Sport. Der Sport bietet die Möglichkeit, Anerkennung zu erfahren und damit auch das Selbst-bewusstsein und die Lebensfreude zu steigern.


Gruppenbild

Bild: Weitsprung

Bild: Startklappe

Bild: Siegerehrung

Bild: Siegerehrung




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